Das Ausländerrecht spielt in der Arbeit von Jugendämtern, freien Trägern der Jugendhilfe und (ehrenamtlichen) Vormundschaften eine zentrale Rolle, sobald junge Menschen und Familien ohne deutsche Staatsangehörigkeit begleitet werden. Gleichzeitig ist das Rechtsgebiet komplex, dynamisch und für Fachkräfte außerhalb der Ausländerbehörde oft schwer zugänglich.
Das 6-stündige Online-Seminar vermittelt eine praxisnahe Einführung in die Grundlagen des Ausländerrechts für Mitarbeitende in Jugendämtern, freien Trägern der Jugendhilfe sowie ehrenamtliche Vormünder. Im Mittelpunkt stehen typische Fragestellungen an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Aufenthaltsrecht.
Behandelt werden zentrale Begriffe und Rechtsquellen, verschiedene Aufenthaltsformen wie Aufenthaltstitel, Aufenthaltsgestattung und Duldung sowie die Voraussetzungen und Nebenbestimmungen von Aufenthaltserlaubnissen. Darüber hinaus gibt das Seminar einen Überblick über Familiennachzug, Asylverfahren, Entscheidungen des BAMF, Aufenthaltsbeendigung und Duldung.
Ein besonderer Fokus liegt auf Mitwirkungspflichten, insbesondere bei Identitätsklärung und Passbeschaffung, sowie auf der praktischen Zusammenarbeit zwischen Ausländerbehörden und Jugendämtern.
Ziel des Seminars ist es, ausländerrechtliche Abläufe verständlich zu machen, Unsicherheiten im Umgang mit Aufenthaltspapieren und behördlichen Entscheidungen abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Ausländerbehörden zu stärken. Die Teilnehmenden erhalten einen strukturierten Überblick über die wichtigsten rechtlichen Grundlagen und gewinnen mehr Sicherheit für die Begleitung junger Menschen und Familien in aufenthaltsrechtlich geprägten Fallkonstellationen.